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Eine Gruppe Kinder spielt gemeinsam ein Videospiel. Das Bild wird groß auf eine Wand projeziert
Im Gruppenerlebnis werden durch Spiele auch soziale Kompetenzen erlernt. Creative Commons Lizenz CC by-nc-sa Hagelwerk 2013

Computerspiele

Computerspiele werden in den Medien und in der Familie überwiegend negativ thematisiert. Exzessives Computerspielen von Jugendlichen und die Abbildung von Kampfhandlungen sowie der dadurch hervorgerufene soziale Rückzug und steigende Aggression sind Schwerpunkte der öffentliche Kommunikation. Diese Punkte dürfen natürlich nicht vernachlässigt werden, aber Computerspiele haben gerade für Jugendliche in ihrer Identitätsbildung eine wichtige Bedeutung. Kinder und Jugendlichen lassen sich, wie auch bei Offlinespielen, auf Regeln und Mitspieler ein, schlüpfen in unterschiedliche Rollen und probieren sich in diesem Schonraum aus. Außerdem verbinden Computerspiele die Elemente Musik, Literatur und Film und bieten somit gerade für die medienpädagogische Praxis verschiedene Ansatzpunkte.  Auch die Berufsbilder in der Computerspielindustrie sind in den letzten Jahren vielfältiger und interessanter für Jugendliche geworden. Auch deshalb sollten nichtspielende Erwachsene sich nicht vor dem Thema verschließen, sondern computerspielende Kinder und Jugendliche ernst nehmen und diese als Experten*innen nach ihrer Motivation befragen und sich vor allem auf Spiele einlassen, um sich austauschen zu können. Die Praxisbeispiele zeigen unterschiedliche Ansätze sich spielerisch reflektiert und kreativ mit Computerspielen zu beschäftigen.

Redaktionell verantwortlich: Jörg Hagel

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