Inhalt

Workshopangebot der Fachtagung


Digital Literacies, Openness und Partizipation in der Gesellschaft


Workshopleitung: Christian Friedrich | Wikimedia Deutschland e.V.

Wenn gesellschaftliche Teilhabe auch online geschieht - so die Ausgangsthese dieses Workshops - dann muss diese Teilhabe möglichst offen für alle Menschen sein. Damit Menschen auch digital an Gesellschaft teilhaben können, wäre es demnach wichtig, dass Sie sich nicht nur “Digitale Skills” aneignen, sondern auch ihr eigenes Verhältnis zu einer digitalen Gesellschaft, die Wirkungsweise einer solchen Gesellschaft und die sich ändernden Rahmenbedingungen verstehen, vielleicht sogar selbst aktiv verändern. Im Englischen wird das mit dem Begriff der Digital Literacies beschrieben.

Dazu näherten sich die Teilnehmenden einerseits der Öffnung von Bildung und andererseits der Bildung von Digital Literacies, um anschließend gelungene Beispiele ihrer Verschränkung zu betrachten und sie auf ihre eigene Arbeit zu beziehen.

Material aus dem Workshop
Präsentation von Christian Friedrich
Dokumentation der Arbeits- und Diskussionsergebnisse via Etherpad


offen, partizipativ und gemeinsam – Einführung in die Methode und das Veranstaltungsformat „Jugendbarcamps“


Workshopleitung:
Kristin Narr | Freie Medienpädagogin

Zunächst erfuhren die Teilnehmenden, dass ein Barcamp ein Format für Veranstaltungen ist, bei denen besonderer Wert auf Austausch gelegt wird. Die Methode würde auch „Un-Konferenz“ oder „Mit-Mach-Konferenz“ genannt, weil Programm und Referent*innen nicht vorab feststehen. Alle, die ein Thema einbringen oder eine Frage diskutieren möchten, könnten dies im Rahmen eigener Sessions tun. Das Format eigne sich ganz besonders für die Arbeit mit Jugendlichen und zeichne sich durch das hohe Maß an Beteiligungsmöglichkeiten aus. Die Jugendlichen könnten selbstständig und gemeinsam die Themen bestimmen, die sie bearbeiten wollen. Sie könnten sich vor der Veranstaltung und währenddessen nach ihren Interessen und Fähigkeiten einbringen.

Nach diesem Input ging es im Workshop darum, mithilfe zahlreicher Beispiele und praxisnaher Tipps aufzuzeigen, wie die Umsetzung dieses Format mit Jugendlichen gelingen kann.

Material aus dem Workshop
Dokumentations- und Arbeitspad


jugend.beteiligen.jetzt - Formen & Bedingungen digitaler Jugendbeteiligung


Workshopleitung:
Matthias Haist | Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)

Im Workshop lernten die Teilnehmenden, welche guten Gründe für die Nutzung digitaler Tools in der Jugendbeteiligung sprechen und wie digitale Jugendbeteiligung in der Praxis aussehen kann.

jugend.beteiligen.jetzt - für die Praxis digitaler Partizipation ist ein Kooperationsprojekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) und IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V., initiiert und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Material aus dem Workshop
Dokumentations- und Arbeitspad


MEDIENSCOUTS und der Wandel von Schulkultur


Workshopleitung:
Claudia Kuttner | Europa-Universität Flensburg
& Catharina Frehoff mit Medienscouts Theodor-Storm-Schule Husum

Im Workshop wurde gezeigt, inwieweit die Ausbildung von und Zusammenarbeit mit sogenannten MEDIENSCOUTS vielfältige Schulentwicklungsprozesse anregen können. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Konzepte und Arbeitsbereiche exemplarisch vorgestellt und diskutiert.

Hierbei wurde auch deutlich, dass in der Diskussion um Schulentwicklung Schüler*innen mit ihren Ideen und Erfahrungen nur selten aktiv in die Gestaltung von Veränderungsprozessen einbezogen werden. Dass damit gerade im Kontext Medienbildung ein großes Potential ungenutzt bleibt, zeigt sich am Beispiel jener Schulen, die den Ideen und dem Engagement von jungen Menschen explizit Raum geben.

Der Workshop war insbesondere für all jene spannend, die an ihren Schulen bereits gemeinsam mit Schüler*innen entsprechend arbeiten und sich neue Impulse wünschen, sowie für diejenigen, die dies in Zukunft gern angehen möchten und dafür Anregungen und Unterstützung suchten.

Material aus dem Workshop
Präsentation von Claudia Kuttner & Catharina Frehoff
Beispiele der MEDIENSCOUTS


Mix it - Integration und Filmpraxis in der Schule. Projektvorstellung und Fingerübung für den Schulalltag.


Workshopleitung:
Gabriela Zorn | Bilderbewegen e.V.
& Katja Hevemeyer
| Deutsche Filmakademie e.V.

Neben einer kurzen Vorstellung des Filmprojekts "Mix it" wurde den Teilnehmer*innen theoretisch, wie auch praktisch der Ablauf eines Projekttages nahegebracht. Ziel war es, Anregungen für die Projektarbeit in gemischten Gruppen zu geben und einen Einblick in anwendbare Methoden für die Praxis zu vermitteln.

Im Vordergrund des Workshops stand somit das Thema Begegnung und folgende Fragen: Wie funktioniert eine Zusammenarbeit zwischen Schüler*innen aus Regel- und Integrations/Willkommensklassen? Welche Hürden und Fallstricke, aber auch Chancen und Potentiale gibt es? Wie können im Projekt angewandte Methoden auf den Schulalltag übertragen werden?

Das Filmprojekt Mix it – initiiert und durchgeführt von der Deutschen Filmakademie und bilderbewegen e.V. – findet seit 2016 in sechs Bundesländern statt und richtet sich an Jugendliche mit und ohne Fluchtgeschichte. In Zusammenarbeit mit berufsbildenden Schulen bringt es im Rahmen von Projektwochen Schüler*innen aus Regel- und Integrations/Willkommensklassen zusammen, die unterstützt von Profis drei Kurzfilme produzieren.

Material aus dem Workshop
Handout zur Veranstaltung


Digital Lokal – Wie funktionieren lokale Nachrichten und wie können Jugendliche mit ihren Themen vor Ort gehört werden?


Workshopleitung:
Susanne Schmitt & Kristin Ehlert | Young Images e.V.
Gast: Henry Lohmar | Märkische Allgemeine Zeitung, Projekt  „Jugend in Brandenburg"

Im Workshop wurden Methoden zur Vermittlung von Informationskompetenz und journalistische Arbeitsweisen vorgestellt. Schließlich gehören zu einer lebendigen Demokratie auch eine Freie Presse und freie Meinungsäußerung. Doch welche Kompetenzen brauchen Jugendliche, um Nachrichten richtig zu bewerten und wie vermittelt man diese? Wie funktioniert moderner Online-Journalismus und auf welchem Wege können Jugendliche ihre Themen etwa auf lokaler Ebene platzieren, um gehört zu werden und ihre Anliegen vorbringen? Zu diesen Fragen stand Henry Lohmar, der Stellv. Chefredakteur der Märkische Allgemeine Zeitung, als besonderer Gast Rede und Antwort. Er stellte zudem sein Volontärsprojekt „ Jugend in Brandenburg“ vor.

Material aus dem Workshop
Blogbeitrag von Young Images
Link zum Projekt "Jugend in Brandenburg"


Freifunk im Bildungskontext


Workshopleitung:
Arne Frisch | BITS 21 im fjs e.V., Markus Glage | Intellego & Holger Junge | Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin

Hinter dem Projekt „Freifunk“ stehen die Bemühungen, ein freies und kostenloses Funknetz aufzubauen, das aus selbstverwalteten lokalen Computernetzwerken besteht. Dafür wurde im Workshop der Aufbau eines Freifunk-Netzwerks mit einfachen Mitteln demonstriert. Zudem wurden die Ideen und Visionen hinter solchen offenen und unabhängigen WLAN-Netzen sowie ihre Potentiale für die Demokratisierung von Kommunikationsmedien und die Förderung lokaler Sozialstrukturen erläutert. Dies erfolgte stets mit einem praxisnahen Blick auf einen möglichen Einsatz von Freifunk in schulischen und außerschulischen Umgebungen.

Material aus dem Workshop
Vorstellung und Erläuterung von Freifunk
Übersicht Netzwerk und Technik
Installationsanleitungen


Von Wiki bis Hack-MD - Collaborative Tools


Workshopleitung: Henry Freye | Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)

Kollaboratives Schreiben von Texten und Wissenssammlungen kann mit digitalen Tools gut umgesetzt werden. Im Workshop wurden einige Einsatzszenarien für den Unterricht diskutiert (inkl. Vor- und Nachteilen) und dann natürlich auch gleich ausprobiert. Sie bewiesen: Gemeinsames Arbeiten klappt im "Großen" - zum Beispiel bei der Wikipedia - aber auch im Kleinen - zum Beispiel mit Etherpad oder HackMD.

Material aus dem Workshop
Übersicht der Tools und Link-Liste (via HackMD)


Diverse (digitale) Lebenswelten – diverse Zugänge zur Bildung


Workshopleitung:
Chris Höppner | bildungsideen.org – Netzwerk für Bildungsberatung, Medienbildung & Digitales Lernen

Im Workshop standen diverse digitale Praktiken und Interessen von Kindern und Jugendlichen im Fokus  sowie deren Transfer in den pädagogischen Alltag. Denn eines scheint klar: Kinder und Jugendliche bewegen sich in verschiedenen Lebensrealitäten und Bildungsarbeit sollte dies berücksichtigen. Für pädagogische Fachkräfte bedeutet das konkret, sich mit den Lebenswelten der Zielgruppe auseinanderzusetzen und diese in der pädagogischen Praxis einfliessen zu lassen.

Material aus dem Workshop
Präsentation "Diverse Lebenswelten..."
Dokumentations- und Arbeitspad
Blogbeitrag zur Veranstaltung


Freie Bildungsmaterialien (OER) - Sicher und individuell Bildung gestalten


Workshopleitung:
Adrian Liebig | Berliner Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie

Die Unterrichtsgestaltung, ob analog oder digital, liegt in Händen der Lehrkraft. Sie nutzt meist fachlich geprüfte Materialien und passt sie an. Gleiches gilt auch im außerschulischen Bereich. Insbesondere bei digitalen Lernmaterialien stellt sich oft die Frage, kann ich dieses Bild oder diesen Text ohne rechtliche Konsequenzen verwenden? Ein relativ neues Format im Materialfundus sind sogenannte Open Educational Resources (kurz OER). Das sind freie und rechtssicher veränderbare Materialien, die trotz dieser Vorteile noch relativ selten genutzt werden. Der Workshop richtete sich an pädagogische Fachkräfte, Fachkräfte der Schulberatung sowie Schulleitungen und soll die Wesenszüge von OER sowie einzelne Aktivitäten exemplarisch vorstellen. Im zweiten, praktischen Teil standen die Erstellung und Nutzung von OER im Mittelpunkt. Am Ende des Workshops kannten die Teilnehmeden, Potenziale und Argumente für OER sowie einzelne Aktivitäten.

Material aus dem Workshop
Präsentation aus der Veranstaltung


Pädagogische Ideen für das Internet der Dinge


Workshopleitung:
Michael Lange | Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e.V.

Sprachassistenten, Smarthomes, Wearables… Mit der zunehmenden Verknüpfung von physischen Objekten mit dem Internet, dem sogenannten Internet der Dinge (IoT, Internet of things), steigt die Relevanz, dies auch in Schule und außerschulischen Bildungseinrichtungen zum Thema zu machen. Nötig wird das auch wegen der damit verbundenen Datenschutzproblematik, beispielsweise beim Einsatz von Überwachungskameras, der Übermittlung von Sensordaten an die Anbieter von Apps oder bei der kompletten Steuerung eines Smarthomes über das Internet.

Eine Methode, die sich in der Medienbildung zum Einstieg bewährt hat, ist das Experimentieren mit der Technik. Das war in der Vergangenheit beim Einsatz von Mikrocontrollern und Sensoren zumeist mit viel Löten und dem Programmieren eigener Anwendungen verbunden. Seit kurzem gibt es mit dem Mikrocontroller „WIO Link“ und den Neuron Blocks von Makeblock niedrigschwellige Alternativen, mit denen in kurzer Zeit eigene Projekte im Internet der Dinge umgesetzt werden können: Alarmanlagen, automatische Bewässerungs- und Beleuchtungssysteme oder kleine Roboter. Kenntnisse von Programmiersprachen sind dabei nicht erforderlich. Im Workshop wurden Einsatzmöglichkeiten vorgestellt und es konnten beide Systeme ausprobiert werden.

Material aus dem Workshop
Handout zur Veranstaltung
Blogbeitrag zum Thema


Medienbildung als Kooperationsaufgabe? Bedürfnisse, Lösungsansätze und Unterstützung für die Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Akteuren der Medienbildung.


Workshopleitung:
Guido Bröckling & Stoyan Radoslavov | JFF - Institut für Medienpädagogik

Verständnisvolle Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Akteuren ist die Voraussetzung für gelingende Medienbildungsprojekte im schulischen Kontext. In der Praxis ist die gelingende Zusammenarbeit jedoch kein Selbstläufer. Ob Projektkonzeption, Rollenaufteilung oder Evaluation – die Kooperationspartner*innen bringen oft unterschiedliche Bedürfnisse und Zielvorstellungen in die Projekte ein. Oft fehlt zudem das Verständnis für die Bedingungen und Vorstellungen des Gegenübers. Im Workshop wurde herausgearbeitet, wie sich Kooperationen zur Medienbildung sinnvoll und nachhaltig gemeinsam gestalten lassen.

Der Multi-Stakeholder-Workshop richtete sich an Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und außerschulische Medienpädagog*innen aus Berlin, die an Medienbildungskooperationsprojekten interessiert waren. Zum Anfang bekamen die Teilnehmenden einen kurzen Fachinput zum Themenbereich der Medienbildungspartnerschaften. Darauf aufbauend erarbeiteten sie in gemischten Kleingruppen zentrale Bedürfnisse für die Zusammenarbeit, sowie konkrete Lösungsansätze und Unterstützungsangebote für eine nachhaltige Kooperation.

Material aus dem Workshop
Präsentation zur Einführung
Ablauf und Dokumentation der Veranstaltung


Kinder, Internet, Recherche und Selbstbestimmung


Workshopleitung:
Steffi Winkler | WeTek Berlin gGmbH

Wenn Kinder ins Internet gehen, dann wollen sie nicht nur Inhalte konsumieren. Sie wollen kommunizieren, interagieren, produzieren und mediale Räume mitgestalten. Um Kinder nicht unnötigen Risiken auszusetzen und angemessen zu begleiten, sind Datenschutz, Urheberrecht und digitale Gesellschaft wichtige medienpädagogische Themen.

Im Workshop setzten sich die Teilnehmenden mit diesen Themen auseinander und wie diese altersgerecht an Grundschüler*innen vermittelt werden können. Sie gingen der Frage nach, wie Kinder im Netz recherchieren und welche Unterstützungsmöglichkeiten sich aus medienpädagogischer Sicht empfehlen.

Material aus dem Workshop
Präsentation aus der Veranstaltung


„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ - Ethik und Regeln im digitalen (Lebens-)Raum


Workshopleitung:
Zabrrea Köstermann | Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V.

Medienbildung und Medienpädagogik beschäftigt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Auseinandersetzung mit Werten und Haltungen. Erst nach der theoretischen Auseinandersetzung über ethnische Werte können daraus praktische Anwendungen im Umgang mit Medien abgeleitet werden.

Hierfür bilden "Die 10 Gebote der digitalen Ethik" eine hilfreiche Grundlage, die im Workshop zunächst einzeln vorgestellt, bevor sich die Teilnehmenden auf das 5. Gebot konzentrierten: „Respektiere die Würde anderer Menschen und bedenke, dass auch im Web Regeln gelten.“ Darauf baute sich dann ein praktischer Input für die Arbeit mit Gruppen zur Empathieförderung, zur Reflexion der eigenen Mediennutzung, zur Medienkompetenzförderung und zum Aufstellen von Online-Kommunikationsregeln auf.

Material aus dem Workshop

Link zu den "10 Geboten der digitalen Ethik"
Präsentation aus der Veranstaltung


Schlag das LISUM. Mit Gameshows gemeinsam mehr Spaß am Sport.


Workshopleitung:
Anja Raack | Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)

Mit mehreren Millionen TV-Zuschauern sind Gameshows interessante Vorlagen, um den Lebensweltbezug der Schülerinnen und Schüler in den Sportunterricht oder in außerschulische Lernarrangements zu integrieren. Mit Hilfe von analogen und digitalen Medien können verschiedene Kopf- und Bewegungsaufgaben gestellt werden. Da immer in Teams gespielt wird, stehen Kooperation, Spaß und das Einbringen von Stärken und Schwächen im Vordergrund.

Im Workshop spielten die Teilnehmenden zunächst einen möglichen Spielparkour aus Bewegungs- und Kopfaufgaben durch. Im Anschluss standen die digitalen Tools im Vordergrund, die kennengelernt und ausprobiert werden durften.

Ziel der Veranstaltung war es, Anregungen für ein mögliches eigenes Spiel im Sportunterricht oder in außerschulischen Lernarrangements zu bekommen, die durch analoge und digitale Medien einen höheren Aktivierungs- und Motivationsgrad bei den Schülerinnen und Schülern erreichen.

Material aus dem Workshop
Präsentation aus der Veranstaltung

Redaktionell verantwortlich: 

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